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02/2017

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Pressemitteilung der Osterländer Volkszeitung (OVZ) vom 30.08.2016 von Frank Prenzel

Städtische Wohnungsfirma nimmt zwei neue Großprojekte ins Visier

SWG feiert ihr 25-jähriges Bestehen - Ein Rück- und Ausblick
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Presse - Michael Rüger Areal am Markt
Michael Rüger ist ganz besonders stolz auf das neue Areal am Markt. (Foto: Mario Jahn)

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Altenburg. Die meisten Altenburger können mit dem Namen noch etwas anfangen: Gebäudewirtschaft. Zu DDR Zeiten kümmerte sich diese Firma um den kommunalen Wohnungsbestand – mehr schlecht als recht in der Mangelwirtschaft. An den Rändern der Stadt wuchsen schlichte Plattenbauten, im Zentrum verfielen derweil die imposanten Häuser.

 

1991 trat die Städtische Wohnungsgesellschaft Altenburg mbH dieses Erbe an – und feiert demnach in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Für das Mieterfest am 3. September chartert die SWG wegen des Jubiläums sogar den Agnesgarten im Schlosshof. Dann dürfte an den Tischen wohl auch die Erinnerung aufkommen, wie zwei Jahre nach dem Mauerfall in der Skatstadt ein volkseigener Betrieb in ein marktwirtschaftlich arbeitendes Wohnungsunternehmen umgewandelt wurde.

 

„Wir standen mit 15 000 Wohnungen da, darunter 6000 Wohnungen in den Plattenbaugebieten Nord und Süd“, erinnert sich SWG-Chef Michael Rüger. Der Ingenieur-Ökonom hat die wechselvolle Zeit hautnah begleitet. Fing er doch 1987 bei der Gebäudewirtschaft an, stieg als junger Mann noch vor der Wende zum ökonomischen Direktor auf und hatte sich in der am 6. Dezember 1991 gegründeten SWG gleich als kaufmännischer Leiter zu beweisen. Als der erste SWG-Chef Jürgen Roll 2010 in den Ruhestand ging, nahm Rüger seinen Platz ein. Heute zählt die SWG, deren alleiniger Gesellschafter die Stadt Altenburg ist, noch 5200 Wohnungen im eigenen Bestand (davon 2000 in der Innenstadt) und verwaltet 450 Wohnungen für private Hausbesitzer. In den 25 Jahren schmolz die Zahl der Beschäftigten von 240 auf jetzt 50, vom Bauhoftrennte sich die Firma Ende der 1990er Jahre.

 

„Wir standen vor einem Berg von Aufgaben und haben viel bewegt“, blickt der 63-jährige Rüger zurück. „Die Plattenbauten mussten modernisiert werden, und wir hatten eine total verwahrlose Innenstadt“. Der größte Altenburger Vermieter entschied sich, dort zu beginnen, wo die meisten Menschen leben – im Neubau. „Bis zur Jahrtausendwende sanierten wir 50 Prozent des Bestandes“, weiß Rüger.

 

Erst 2003/04 habe sich die SWG auf erste Sanierungen in der Altstadt konzentriert. Die Teichstraße 22 bis 27 war die erste Häuserzeile, die mit Hilfe von Fördergeld in Schuss gebracht wurde. Seitdem geht das städtische Unternehmen quartierweise vor. Alles in allem investierte es seit seiner Gründung 182 Millionen Euro, steckte davon 97 Millionen Euro in die Altstadt. „Aktuell haben wir einen Sanierungsgrad von 79 Prozent“, erklärt Rüger. Das heißt im Umkehrschluss, dass noch ein Fünftel des Bestandes im desolaten Zustand ist.

 

Während auf der einen Seite Geld in die Häuser gesteckt wurde, schmolz auf der anderen Seite der Bestand. Im Zuge der Altschulden-Entlastung mussten Ost-Unternehmen 15 Prozent ihrer Wohnungen privatisieren, so auch in Altenburg. Noch bis vor wenigen Jahren plagte sich die SWG zudem mit offenen Vermögensfragen herum. Alt-Eigentümer wollten und bekamen ihre Häuser zurück. Und aufgrund des rasanten Bevölkerungsrückgangs musste sich die SWG schon ab Ende der 1990er Jahre mit dem Abriss von Gebäuden beschäftigen und ließ in Nord 1400 Plattenbau-Wohnungen verschwinden.

 

Hinzu kamen planmäßige Veräußerungen. „Wir wollten die Erneuerung auf eine breite Basis stellen und verkauften Häuser mit Sanierungsauflage“, erläutert Rüger. In den 25 Jahren habe die SWG über 200 Wohngebäude veräußert. Viele seien danach von privater Hand in einen „super Zustand“ gebracht worden. Etwa 50 Objekte stehen noch auf der Verkaufsliste, wozu Auktionen genutzt werden.

 

Die nächsten Vorhaben sind im aktualisierten Entwicklungskonzept umrissen, das die Jahre 2016 bis 2025 umfasst. „Wir werden in dem Zeitraum knapp 50 Millionen Euro investieren“, verspricht Rüger. Und richtet den Blick auf „zwei Hammervorhaben“. So nimmt die SWG die leere Häuserzeile Puschkinstraße 11 bis 14, die einen jämmerlichen Eindruck macht, ins Visier und will dort 34 moderne Wohnungen schaffen. Bauzeit soll 2017/18 sein. Die andere Vision heißt „Wohnpark Lindenau“.Im modernen Baustil soll hinter dem Kaufland in Südost ein neues Gebiet mit 130 Wohnungen entstehen und die Erschließung 2017 starten. Die SWG wird sich aber auch weiter dem Abriss von Häusern widmen müssen und will natürlich den Leerstand verringern. Derzeit liegt der im vermietbaren Bereich bei 18 Prozent, etwa jede fünfte Wohnung ist also verwaist.

 

Besonders stolz ist Rüger übrigens auf das Areal am Markt, das 2015 sogar eine Anerkennung beim Innovationspreis „Zukunft Stadt“ erhalten hat. Trotz erheblicher Widerstände sei dort ein attraktives Objekt entstanden. Und er will, dass Altenburg weiter an Attraktivität gewinnt. „Alles, was verfällt, stört mich.“ Leider reiche die Kapazität nicht, alles auf einmal anzupacken. „Doch wir sind auf dem richtigen Weg.“ Auch die Gebiete Nord und Südost werde die SWG weiter entwickeln.

 

Foto: Mario Jahn

 

Kommentar

von Ellen Paul

 

SWG – darauf kann die Stadt bauen

 

Die Zeit des Mauerfalls und die Jahre danach waren für alle „Ossis“ gleichermaßen heftig. Eine ganz besondere Wende musste der größte Vermieter der Skatstadt vollziehen – vom VEB Gebäudewirtschaft zur Städtischen Wohnungsgesellschaft. Will heißen: Vom hofierten Wohnungsverwalter, bei dem die Bürger oft genug Bittsteller waren, zum Dienstleister, der seine Ware feilbieten muss. Dort, wo früher der Mangel verwaltet wurde, gab es plötzlich Konkurrenz zwischen den Wohnungsanbietern. Die SWG Altenburg hat diese Wende ziemlich souverän gemeistert. Sie ist als Vermieter beliebt. Egal, wo sie in den zurückliegenden Jahren saniert hat, ob Moritzstraße, Am Steinweg, Friedrich-Ebert-Straße oder das unter Denkmalschutz stehende Bauhaus-Ensembles im Dichterviertel, gingen die Wohnungen weg wie warme Semmeln. Doch nicht alles hat so funktioniert, wie gedacht. Um die jahrelange, zum Teil ziemlich hässliche Auseinandersetzung um das Areal am Markt war die SWG nicht zu beneiden. Und als man bei der Sanierung der Moritzstraße 12 den Mietpreis in bislang unbekannte Sphären schraubte, war Schluss mit dem bisher gekannten Run. Zwei von vier Wohnungen sind noch immer zu haben. Ein Leerstand von insgesamt 18 Prozent ist auch nicht unbedingt ein Aushängeschild. Doch dass sich die Gesellschaft in schwierigen Zeiten an ein Großprojekt wie den Wohnpark Lindenau wagt, nötigt Anerkennung ab. Altenburg braucht, wenn es wirklich mal als Wohnstadt zum Speckgürtel von Leipzig gehören will,solche Wohnungsofferten.

 

 


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